Overview

Memphis Gettmark steht vor der Wahl, Liebe oder Freiheit – und Freiheit bedeutet für ihn Fliegen. Mit gebrochenem Herzen stürzt sich Memphis von einem Abenteuer ins andere – und er schafft es dennoch nicht, Mascha, die nichts mehr von ihm wissen will, zu vergessen. Memphis ahnt nicht, Vater von Maschas Sohn zu sein, bis das Schicksal Vater und Sohn zusammenführt.
Zwischen den Weltkriegen sind Piloten sowohl Zirkusattraktion als auch Helden der zivilen Luftfahrt. Doch am Ende verliert die grösste Errungenschaft der Menschheit, das Flugzeug, ihre Unschuld – Pionierflieger mutieren zu Terrorfliegern.
Hin und her gerissen zwischen der Welt in 5.000 Meter Höhe und der brutalen Realität auf der Erde findet sich Memphis Gettmark nach einer langen Odyssee um die ganze Welt im Gewirr des 2. Weltkriegs wieder.

Memphis Gettmark faces a choice between love and freedom – and for him, freedom means flying. With a broken heart, Memphis throws himself from one adventure into the next, yet he still can’t forget Mascha, who no longer wants anything to do with him. Memphis has no idea that he’s the father of Mascha’s son, until fate brings father and son together.
Between the world wars, pilots are both circus attractions and heroes of civil aviation. But in the end, humanity’s greatest achievement, the airplane, loses its innocence – pioneering aviators turn into terror fliers.
Torn between a world 5,000 meters above and the brutal reality on the ground, Memphis Gettmark finds himself, after a long odyssey around the globe, caught in the entangled chaos of World War II.

Storyline

1920. Der Flieger Memphis Gettmark (geboren in einem Beduinenzelt über den versunkenen Ruinen der Pharaonenstadt Memphis) arbeitet als Postflieger. Als sein Freund Günter Galant ums Leben kommt, wird Memphis von seiner Freundin Mascha vor die Wahl gestellt: Memphis solle das gefährliche Fliegen aufgeben. Memphis entscheidet sich dagegen und verliert Mascha. Sie entscheidet auf Günters Beerdigung, Memphis nichts von ihrer Schwangerschaft zu erzählen. Mascha heiratet einen anderen Mann, der einen ungefährlicheren Beruf hat. Memphis aber will nur eines, fliegen!

1923. Memphis bekommt sein Leben nicht mehr in Griff, er ist dem Suff verfallen. Sein einziger Halt ist ein kleines Schwarzweissfoto, das Mascha zeigt. Dieses Foto behält er von nun an immer bei sich (Der „Rote Faden“ des Films). Memphis endet als Zirkusflieger in Berlin. Auf dem „Adlerhof“, nach dem Krieg eine bekannte Attraktion, verdienen gescheiterte Piloten in alten Weltkriegsdoppeldecker mit der Zirkusfliegerei ihr Geld.
Nachdem Memphis betrunken immer wieder die alten Kisten spektakulär zu Bruch geflogen hat und immer wieder dank seines Talismans (das Foto) überlebt, erkennt er, dass ein Flieger auf dem Adlerhof nur eine alles riskierende Lachnummer ist. Da bekommt er die Chance auszubrechen.

1925. Memphis wird von einem norwegischen Polarforscher angeheuert, mit einer von zwei Dornier Wal Flugboote von Spitzbergen zum Nordpol zu fliegen. Kurz vor dem Ziel zwingt eine Notlandung die Besatzung zur Aufgabe. In dieser Notlage, die 21 Tage dauert (halbauthentische Schilderung des Amundsen-Fluges zum Nordpol 1925), hält Memphis nur eines am Leben: Die Erinnerung an Mascha. Das Foto hilft ihm, sich und die gesamte Besatzung vor dem sicheren Tod zu bewahren.
(Später schreibt Roald Carlsson, der Expeditionsleiter, ein Buch über die Rettung. Er widmet das Buch einer Frau, die er nie kennen gelehrt hat, sie aber dennoch für die Rettung verantwortlich macht. Er schreibt: Für Mascha. Sie war Sehnsucht eines Mannes, der niemals aufgeben wollte. Ihr haben wir unser aller Leben zu verdanken.)

1926 - 1933. Memphis ist Kommandant der legendären DO-X, was er seinen außergewöhnlichen Fähigkeiten zu verdanken hat. Auf einer Reise nach Südafrika trifft Memphis zufällig Mascha wieder – nach 12 Jahren. Sie ist mit Gatten (ein Holzhändler) und Sohn Passagier. Als sie an einer menschenleeren Küste (Skeleton Coast) notwassern müssen, kommen sich Mascha und Memphis unweigerlich näher. Memphis lernt seinen Sohn kennen, ohne zu ahnen, dass es sein Sohn ist.
Anstrengende Reparaturarbeiten bestimmen die Tage. Es kommt zu Spannungen zwischen Memphis, Mascha und ihrem Gatten. Memphis ist hin und her gerissen, zwischen der nie vergangenen Liebe zu Mascha und seiner Verpflichtung als Pilot, die Passagiere zu retten. Dennoch kommt es zwischen Memphis und Mascha zum intimen Arrangement.
Nachdem Memphis das Unmögliche geschafft hat, wassert er die reparierte DO-X in der Lüderitz-Bucht von Südwestafrika. Dort müssen sich Memphis und Mascha wieder trennen. Weiterhin hütet Mascha das Geheimnis, dass Memphis der wahre Vater ihres Sohnes ist.
Am nächsten Tag begegnet Memphis der italienischen Kunstfliegerin, Cristina Bellodi. Cristina ist genau das Gegenteil von Mascha. Memphis verliebt sich in sie. Dennoch schafft er es nicht, Mascha zu vergessen.

1939. Krieg. Memphis ist Marineflieger und Flugausbilder. In seiner ersten Ausbildungsgruppe ist auch ein Kadett mit Namen Günter Schindel, der Sohn von Mascha. Memphis bildet die Staffel an einem DO 24-Flugboot aus, das zur Seenotrettung eingesetzt wird. Memphis hegt erste Vermutungen über Günters wahre Vaterschaft.

1941. Memphis wird mit dem Flugboot über Malta abgeschossen und gerät in britischer Gefangenschaft. Er wird ausgerechnet auf ein deutsches Passagierschiff gebracht, auf dem sich auch Mascha befindet. Mascha ist mit ihrem Gatten auf Geschäftsreise in Indien gewesen. Der Gatte wurde als Spion festgehalten, Mascha musste Indien verlassen. Doch im Mittelmeer endete die Fahrt, weil die Engländer das Schiff festhalten. Gemeinsam können Memphis und Mascha mit einem englischen Flugboot im Schutze der Nacht fliehen. Memphis landet vor Sizilien. Dort kommt Memphis ins Militärlazarett und wird als englischer Spion festgehalten. Erst Cristina Bellodi, mittlerweile Kommandantin einer Jagdstaffel, kann Memphis befreien. Memphis wird dann nach Deutschland ausgeflogen.

1942. Memphis erfährt, dass Günter Schindel mit seiner Maschine im Atlantik als verschollen gilt. Da bekommt er Besuch von Mascha. Memphis erfährt endlich die Wahrheit, dass er der wahre Vater von Günter ist. Eine Welt bricht für Memphis zusammen, glaubt er doch, mit der Flugausbildung seinen eigenen Sohn in den Tod geschickt zu haben. Aber Memphis gibt nicht auf. Unter Tränen verspricht er Mascha, ihren Sohn zu finden. Memphis entwendet, obwohl er ausdrücklich Flugverbot hat, eine DO 24 und macht sich auf der fast hoffnungslosen Suche nach Günter. Die bittersten Lebensleiden ertragend findet Memphis seinen Sohn. Er schwimmt auf einem Schlauchboot im weiten Meer. Doch Memphis wird immer wieder angegriffen, so dass er nicht wassern kann. Memphis manövriert die englischen Jäger solange aus, bis der Treibstoff der Jäger zu Ende geht. Memphis wassert und zieht seinen Sohn an Bord. Im Lazarett prallen Liebe und Leid zwischen Vater und Sohn mit voller Wucht aufeinander. Endlich, nach 21 Jahren, finden alle drei zueinander. Mascha zuliebe verzichtet Memphis auf das Fliegen und gewinnt dafür ihre Liebe. Doch Memphis fühlt sich von nun an nur noch als halber Mensch.

1945. Memphis ist technischer Direktor des Luftfahrtmuseums in Berlin, wo seine DO-X ausgestellt ist. Oft sitzt er in der Pilotenkanzel der „Alten Dame“ und träumt die alten Erinnerungen nach, als er mit ihr sich über diese Welt erhoben hatte.
In Februar findet der große Luftangriff auf Berlin statt. Das Museum und die DO-X werden zerstört. Memphis’ Alte Dame wird „ermordet“ – von Terrorflugzeugen. Memphis wäre daran zerbrochen, wenn nicht Mascha an seiner Seite stehen würde und die Liebe zur Fliegerei wiedererweckt. Mascha erkennt, dass ein Memphis Gettmark, der nicht fliegt, nicht der Mann ist, den sie liebt.

1965. Epilog. Memphis beendet seinen Dienst bei der Lufthansa mit einem letzten Flug.

 

1920. The pilot Memphis Gettmark (born in a Bedouin tent above the sunken ruins of the ancient Pharaoh city Memphis) works as a mail pilot. When his friend Günter Galant loses his life, Memphis is given an ultimatum by his girlfriend Mascha: she wants him to give up the dangerous life of flying. Memphis refuses and loses Mascha. At Günter’s funeral, she decides not to tell Memphis about her pregnancy. Mascha marries another man with a safer profession. But Memphis wants only one thing - to fly!

1923. Memphis’ life spirals out of control, and he succumbs to drinking. His only solace is a small black-and-white photo of Mascha, which he keeps with him at all times (the “red thread” of the film). Memphis ends up as a stunt pilot in a Berlin circus. At the "Adlerhof," a well-known attraction after the war, failed pilots make a living performing aerial stunts in old World War biplanes.
After repeatedly crashing the old crates in spectacular fashion while drunk - and surviving each time thanks to his talisman (the photo) - Memphis realizes that a pilot at the Adlerhof is nothing but a laughable daredevil risking it all. Then he gets a chance to break free.

1925. Memphis is hired by a Norwegian polar explorer to fly one of two Dornier Wal seaplanes from Svalbard to the North Pole. Just before reaching their destination, an emergency landing forces the crew to abandon their mission. In this desperate situation, which lasts 21 days (a semi-authentic account of Amundsen’s 1925 flight to the North Pole), only one thing keeps Memphis alive: The memory of Mascha. The photo helps him save himself and the entire crew from certain death.)

1926 - 1933. Memphis is the commander of the legendary DO-X, a position he owes to his exceptional skills. On a journey to South Africa, Memphis unexpectedly encounters Mascha again - after 12 years. She is a passenger along with her husband (a timber merchant) and her son. When they are forced to make an emergency landing on a deserted coast (the Skeleton Coast), Mascha and Memphis inevitably grow closer. Memphis meets her son, unaware that he is, in fact, his own child.
Grueling repair work fills their days, and tensions arise between Memphis, Mascha, and her husband. Memphis is torn between his lingering love for Mascha and his duty as a pilot to save the passengers. Nevertheless, an intimate encounter occurs between Memphis and Mascha.
After achieving the impossible, Memphis lands the repaired DO-X in Lüderitz Bay in Southwest Africa. There, Memphis and Mascha must part ways once again. Mascha continues to keep the secret that Memphis is her son’s true father. The next day, Memphis meets the Italian stunt pilot, Cristina Bellodi. Cristina is the complete opposite of Mascha. Memphis falls in love with her, yet he still can’t forget Mascha.

1939. War. Memphis is a naval aviator and flight instructor. In his first training group is a cadet named Günter Schindel, Mascha’s son. Memphis trains the squadron on a DO 24 seaplane used for sea rescue missions. He begins to suspect the truth about Günter’s parentage.

1941. Memphis is shot down over Malta in his seaplane and taken as a British prisoner. By a twist of fate, he is placed on a German passenger ship, where Mascha also happens to be. Mascha had been on a business trip to India with her husband, who was detained as a spy, forcing Mascha to leave India. But their journey was cut short in the Mediterranean when the British intercepted the ship. Together, Memphis and Mascha manage to escape under the cover of night using a British seaplane. Memphis lands near Sicily, where he is taken to a military hospital and held as a British spy. Only Cristina Bellodi, now the commander of a fighter squadron, is able to free Memphis. He is then flown back to Germany.

1942. Memphis learns that Günter Schindel is reported missing over the Atlantic with his plane. Then, he receives a visit from Mascha. Memphis finally discovers the truth - that he is Günter's real father. His world falls apart, as he realizes he may have sent his own son to his death through flight training. But Memphis does not give up. Through tears, he promises Mascha that he will find her son. Although he is explicitly grounded, Memphis steals a DO 24 and sets out on an almost hopeless search for Günter. Enduring the deepest pains of his life, Memphis finds his son, drifting on an inflatable raft in the vast ocean. However, Memphis is repeatedly attacked, preventing him from landing on the water. He outmaneuvers the English fighters until they finally run out of fuel. Memphis lands on the water and pulls his son aboard. In the infirmary, love and suffering clash intensely between father and son. At last, after 21 years, the three are reunited. For Mascha's sake, Memphis gives up flying and gains her love. Yet from that moment on, Memphis feels like only half a man.

1945. Memphis is the technical director of the Aviation Museum in Berlin, where his DO-X is on display. He often sits in the pilot’s seat of the “Old Lady,” reminiscing about the days when he soared above the world with her.
In February, a major air raid strikes Berlin. The museum and the DO-X are destroyed. Memphis’ Old Lady is "murdered" - by enemy bombers. Memphis would have been shattered by this loss, if not for Mascha by his side, rekindling his passion for flying. Mascha realizes that a Memphis Gettmark who doesn’t fly is not the man she loves.

1965. Epilogue. Memphis ends his career with Lufthansa with one final flight.

Intention

Deutschland war in der zivilen Luftfahrt zwischen 1920 und 1933 führend gewesen. Es entstanden Meisterwerke der Ingenieurskunst, welche dennoch vollkommen vergessen wurden. Diese Geschichte ist den Pionieren gewidmet wie Claude Dornier, Willi Messerschmitt, Hugo Junker, Ernst Heinkel und vielen anderen. Sie und ihre geniale Technik sind es wert, den wahren, ihren gebürtigen Platz in der Deutschen Geschichte wiederzufinden und einzunehmen. Und kein anderes Symbol steht mehr für diesen Anspruch als die Flugboote von Dornier bzw. das einzigartige Flugschiff DO-X!

Germany had been a leader in civil aviation between 1920 and 1933. Masterpieces of engineering were created, but they were completely forgotten. This story is dedicated to pioneers like Claude Dornier, Willi Messerschmitt, Hugo Junkers, Ernst Heinkel, and many others. Their brilliant innovations deserve to reclaim their rightful place in German history. And no symbol better represents this legacy than Dornier’s flying boats, particularly the unique flying ship, the DO-X!

Drei Freunde / Three Friends

Memphis Gettmark

Jahrgang 1900. Er hat ein sympathisches Gesicht, blondes Haare und ein schnittiges Oberlippenbärtchen. Er ist ein Frauenheld, ein Charmeur, der stets gute Laune verbreitet – er ist der Errol Flynn unter den Postfliegern. Geboren in einem Beduinenzelt über den versunkenen Ruinen der Pharaonenstadt Memphis, aufgewachsen in einem Internat bei München hat er seine exzentrischen Eltern kaum zu Gesicht bekommen. Sie sind ein Forscherpaar, Archäologen, das mehr in Ägypten lebt als in Deutschland.
Im Sommer 1915 hat sich Memphis in der Nähe der „Gustav-Otto-Flugzeugmaschinenwerke“ in Milbertshofen herumgetrieben. Während eines Fussballspiels sieht er ein startendes Flugzeug. Memphis hat sich auf Anhieb in diese fliegenden Wunderdinger verliebt. Er schaut den Fliegern lange hinterher und träumt davon, selbst einmal diese seltsamen Maschinen zu fliegen – Fussball interessiert ihn nicht mehr.
Noch bevor Memphis sein Abitur in der Tasche hat, erwirbt er 1916 die Fluglizenz mit dem „Offiziellen Flugzeugnis des Aero-Club München“. Schon nach den ersten Flugminuten ist aus dieser Liebe ein glühendes Begehren geworden. Wie ein Sträfling, den man plötzlich ins Paradies entlassen hat, genauso ist sein Erlebnis gewesen, als er das erste Mal sich von dieser Welt erheben konnte. Es hat sich eine vollkommen neue Welt neben seiner eigenen eröffnet – vielleicht sogar in seiner eigenen. Ja, er hat sich in ein Flugzeug verliebt – dies ist die einzige Freundschaft, die er je in seinem Leben zu einer Sache hatte, die er genau so bezeichnen will.
Fliegen bedeutet für ihn: Lustwandeln am Firmament. Wie im Rausch erhebt sich Memphis zu den stillen Wolken hinauf, wo er seine Empfindung herausruft. Der Himmel ist Bühne, die Wolken das Publikum, der Wind sein Applaus – und unter ihm eine Welt, die er nicht mag. Nur am Firmament will er leben, dort will er auch sterben. 

Günter konnte Memphis anfangs nicht ausstehen. Er hat ihn für einen Angeber und Aufschneider gehalten, der immer einen Steuerknüppel ihn der Hose zu tragen schien und der immer die hübschesten Mädchen in den Aero-Club mitbrachte - so auch Mascha.

 

Born in 1900. He has a pleasant face, blond hair and a stylish moustache. He is a ladies' man, a charmer who always spreads good cheer - he is the Errol Flynn of mail pilots. Born in a Bedouin tent above the sunken ruins of the pharaoh city of Memphis, and raised in a boarding school near Munich, he has hardly seen his eccentric parents. They are a research couple, archaeologists, who live more in Egypt than in Germany. In the summer of 1915, Memphis was hanging around near the "Gustav Otto Aircraft Machine Works" in Milbertshofen. During a soccer game, he saw a plane taking off. Memphis immediately fell in love with these flying wonders. He watched the planes for a long time and dreamed of flying these strange machines himself one day - soccer was no longer of interest to him. In 1916, before Memphis had even completed his high school diploma, he acquired his pilot's license with the "Official Airplane License of the Munich Aero Club". After just the first few minutes of flying, this love had turned into a burning desire. Like a convict who was suddenly released into paradise, that was exactly what he experienced when he was able to rise from this world for the first time. A completely new world opened up alongside his own - perhaps even within his own. Yes, he fell in love with an airplane - this is the only friendship he has ever had in his life with something that he wants to describe as such. For him, flying means strolling through the firmament. As if in a frenzy, Memphis rises up to the silent clouds, where he calls out his feelings. The sky is the stage, the clouds the audience, the wind his applause - and below him a world that he does not like. He only wants to live in the firmament, and that is where he wants to die.

Günter couldn't stand Memphis at first. He thought he was a show-off and a braggart who always seemed to wear a joystick in his trousers and who always brought the prettiest girls to the aero club - including Masha.

Günter "Giggi" Galant

Jahrgang 1900. Giggi hat wirres rotes Haar. Er ist schüchtern, Frauen gegenüber stets verlegen. So beherrschen in Günters Welt Maschinen, Motoren und Werkzeuge den Alltag.
Günters Ausbildung hat ihn früh geprägt. Zu Beginn des Krieges hat er eine Lehre im BMW-Werk bei München zum Motorenbauer begonnen. Er begeistert sich besonders für Sternmotoren, die für Flugzeuge bestimmt sind. Obwohl noch in der Ausbildung sind ihm entscheidende Verbesserungen gelungen. Die Motoren sind zuverlässiger und leistungsstärker geworden.
Günter behandelt Motoren und Maschinen wie ein Priester eine Messe zelebriert. Sein Kruzifix und seine Hostie sind Schraubenschlüssel und Ölwanne. Motoren, die defekt sind, sind für ihn eine Offenbarung. Er hat die Gabe, sie immer wieder zum Laufen zu bringen. Denn ein Motor ist für ihn nicht einfach ein Motor, er ist viel mehr ein mechanisches Herz in einem metallischen Kleid.
Günter studiert bei einem unbekannten Flugzeug zunächst den gesamten Bauplan und die technischen Einzelheiten der Maschine. In Gedanken jongliert er mit Zahlen, mit Leistungs-daten, er schätzt Auftrieb, Luftwiderstand, Anstellwinkel von Tragflächenteilen und Drehmoment der Luftschraube ab, alles Dinge, die zu wissen nach seinem Verständnis unentbehrlich sind. Memphis hingegen erkundigt sich bei einem unbekannten Flugzeug lediglich nach dem Gashebel.
Günter ist nicht unbedingt ein Pilot, der das Fliegen liebt, ihn fasziniert vielmehr die Technik, die ihm ermöglicht, fliegen zu können. Fliegen ist ein präzises Zusammenspiel unterschiedlichster Teile und Materialien. Metallteile, Holzstücke, Leinentücher werden so zusammengebaut, dass ein Apparat daraus entsteht, mit dem es möglich ist, sich in die Lüfte zu erheben. Ihn fasziniert der Blick durch den drehenden Propeller. Er spürt die Luft, die um seine Tragflächen strömt und ihm Auftrieb verleiht, er spürt das Vibrieren des Motors mit seinem ganzen Leib und er spürt, dass er die Technik in Vollendung beherrscht. Nur über den Wolken als Einheit mit seinem Flugapparat kann er seine wahre Natur entdecken.
Kennen gelernt haben sich Memphis und Günter 1916 im Aero-Club München, wo Günter oft und gerne mit Gleichgesinnten fachsimpelt. In Dingen, die das Fliegen betreffen, sind Günter und Memphis häufig uneins. Aber insgeheim hat Günter Memphis’ Mut und seine Fähigkeit bewundert, jede, aber auch wirklich jede Flugkonstruktion in die Lüfte erheben zu können, von der Günter geglaubt hat, dass diese niemals den Boden verlassen würde.

 

Born in 1900. Giggi has messy red hair. He is shy and always embarrassed around women. In Günter's world, machines, engines and tools dominate everyday life. Günter's training shaped him early on. At the beginning of the war, he began an apprenticeship as an engine builder at the BMW factory near Munich. He is particularly enthusiastic about radial engines intended for aircraft. Although he was still in training, he managed to make decisive improvements. The engines have become more reliable and more powerful. Günter treats engines and machines like a priest celebrates mass. His crucifix and his host are wrenches and oil pans. Engines that are defective are a revelation to him. He has the gift of always getting them running again. Because for him, an engine is not just an engine, it is much more a mechanical heart in a metallic dress. Günter first studies the entire blueprint and the technical details of an unknown aircraft. In his mind he juggles numbers, performance data, he estimates lift, drag, angle of attack of wing parts and torque of the propeller, all things that he believes are essential to know. Memphis, on the other hand, only asks about the throttle on an unknown aircraft. Günter is not necessarily a pilot who loves flying; he is more fascinated by the technology that enables him to fly. Flying is a precise interplay of different parts and materials. Metal parts, pieces of wood, linen cloths are put together in such a way that a device is created that makes it possible to take to the skies. He is fascinated by the view through the rotating propeller. He feels the air flowing around his wings and giving him lift, he feels the vibration of the engine with his whole body and he feels that he has mastered the technology to perfection. Only above the clouds, as one with his flying machine, can he discover his true nature. Memphis and Günter met in 1916 in the Munich Aero Club, where Günter often and happily discussed things with like-minded people. Günter and Memphis often disagreed on matters related to flying. But secretly, Günter admired Memphis' courage and his ability to lift any flying construction into the air that Günter believed would never leave the ground.

Mascha Abisanka

Jahrgang 1901. Mascha ist Emigrantin und kam mit Ihrer Familie noch vor dem Krieg aus Estland. Sie hat ein schmales Gesicht, dunkle grosse Augen und trägt langes schwarzes Haar. Sie ist sehr schön, wirkt auf Anhieb sympathisch und ist zu jedem aufgeschlossen. Mascha hat überzeugende Reize und sie weiss sie auch zu schätzen.
Geboren in Tallin ist sie zusammen mit ihrer Familie aus Estland wie viele andere tausend Familien auch noch vor dem Weltkrieg übergesiedelt. Der deutsche Bergbau sucht händeringend Arbeitskräfte. So haben auch die Männer der Familie Abisanka auf der Zeche Gneisenau in Dortmund-Derne eine neue Beschäftigung gefunden.

Drei beste Freunde
Kennen gelernt haben sich Memphis, Günter und Mascha im Jahr 1919. Memphis und Günter arbeiten im Postdienst der Flugreederei Lloyd & Haack. Dortmund liegt genau auf der Fluglinie München – Amsterdam. Als Memphis und Günter einmal in Dortmund notlanden müssen, ist dies der Beginn einer wunderbaren Freundschaft. Zufällig ist Mascha mit ihrem Fahrrad unterwegs, als sie unerwartet zwei Flugzeuge direkt vor sich landen sieht. – Wann immer Memphis und Günter können, besuchen sie Mascha an Wochenenden mit ihren Motorrädern.
Günter ist in Mascha verliebt, doch sie sieht in Günter einen sehr guten Freund. Ihr Herz gehört ganz Memphis, der aber nur die Bindung an einen Fallschirm zulässt.
Mascha wird schwanger. Sie ist verunsichert, kennt sie doch Memphis‘ Freiheitsliebe. Nun sieht sie, dass Memphis eine gesunde Mischung aus schlechten und weniger schlechten Eigenschaften besitzt.

 

Born in 1901. Mascha is an emigrant and came with her family from Estonia before the war. She has a narrow face, large dark eyes and long black hair. She is very beautiful, immediately seems likeable and is open to everyone. Mascha has convincing charms and she knows how to appreciate them. Born in Tallinn, she and her family emigrated from Estonia before the war, like thousands of other families. The German mining industry is desperately looking for workers. The men of the Abisanka family have also found new employment at the Gneisenau mine in Dortmund-Derne.

Three best friends
Memphis, Günter and Mascha met in 1919. Memphis and Günter work in the postal service of the Lloyd & Haack airline. Dortmund is located exactly on the Munich-Amsterdam flight route. When Memphis and Günter have to make an emergency landing in Dortmund, this is the beginning of a wonderful friendship. By chance, Mascha is out on her bike when she unexpectedly sees two planes landing right in front of her. – Whenever Memphis and Günter can, they visit Mascha on their motorcycles on weekends.
Günter is in love with Mascha, but she sees Günter as a very good friend. Her heart belongs entirely to Memphis, but he only allows her to be tied down with a parachute.
Mascha becomes pregnant. She is unsettled, as she knows Memphis' love of freedom. Now she sees that Memphis has a healthy mix of bad and not so bad qualities.

Urheberrecht / Copyright 

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